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HEISSFLOTATION

Das Grundprinzip der Flotation

Flotationsverfahren werden überall da erfolgreich eingesetzt, wo Öltröpfchen oder wasserunlösliche Feststoffe als Schwebteilchen (Suspensa) in Wässern vorliegen, deren spezifisches Gewicht kleiner oder ungefähr gleich dem des Wassers ist und die deshalb nicht zum Absetzen (Sedimentation) neigen. Diese Teilchen können mithilfe feiner Gasbläschen an die Wasseroberfläche getrieben werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Gasbläschen fest genug an diesen Tröpfchen oder Suspensa haften, um auf dem Weg nach oben nicht abzureißen. Hierfür sind sehr kleine Gasbläschen geeigneter als große. Die Oberfläche der Tröpfchen oder Suspensa kann mit Hilfe von Flockungs- und Flockungshilfsmitteln so modifiziert werden, dass dadurch die Anhaftung der Gasbläschen verbessert wird (je unpolarer die Oberfläche, desto besser die Eignung für ein Flotationsverfahren). Bei sehr guter Anhaftung können selbst Teilchen flotiert werden, deren spezifisches Gewicht deutlich größer ist als das des Wassers (Anwendung beim Erz-Abbau).

Bei guten Flotationsverfahren wird versucht, einen möglichst hohen Anteil kleiner Bläschen (Blasendurchmesser im Mikrometerbereich – so genannte „Mikrobläschen“) zu erzeugen, um zum einen, einen möglichst guten Flotationseffekt zu erzielen und zum anderen eine ruhige Oberfläche zu erzeugen und eine voluminöse Schaumbildung zu vermeiden. Nur so kann eine optimale Stofftrennung und ein gut aufkonzentrierter Stoffaustrag (Flotat) erzielt werden. Ein „Whirlpool“ mit viel „Action“ ist keine gute Flotationsanlage. Je nach Anwendung kann das rein physikalische Flotationsverfahren durch Emulsionsspalter, Flockungs- und Flockungshilfsmittel, Koagulantien etc. unterstützt werden. Zu einem guten Flotationsverfahren gehört die an den konkreten Anwendungsfall angepasste Kapazitätsauslegung, Auswahl des Trägergases und Gasmengenregelung, Auslegung der Ruhezone etc. . In den seltensten Fällen kann der Kunde eine „Plug and Play“-Anlage „von der Stange“ erwarten. Eine vorherige Untersuchung des Abwassers, Vorversuche zur Flotation und ein gründliches Einfahren der hierfür erstellten Anlage sind für ein zufrieden stellendes Ergebnis obligatorisch.

Klassische Verfahren zur Erzeugung von Mikrobläschen sind der fein perlige Eintrag durch möglichst feine Öffnungen in Begasungsrohren oder Tellern (zumeist mit einer selbst verschließenden perforierten Kunststoffmembran), die Druckentspannungsflotation (das Gas wird unter Druck im Wasser gelöst und bei Druckentspannung als feinste Gasperlen wieder freigesetzt) oder die „Elektroflotation“ (feine Gasbläschen werden durch Elektrolyse an speziellen Elektroden erzeugt). All den genannten Flotationsverfahren ist gemeinsam, dass sie nur in kaltem Wasser gut funktionieren. Bei höheren Temperaturen werden einerseits noch kleinere Mikrobläschen benötigt, andererseits neigen die nach den obigen Prinzipien erzeugten Gasbläschen zur „Koaleszenz“ (Vereinigung zu größeren Blasen), sodass die Fähigkeit zur Flotation schließlich völlig verloren geht.


Heißflotationverfahren der ERISTA Systemtechnik

Das von Dr. Matthias Nomayo entwickelte Heißflotationsverfahren erlaubt unter Zuhilfenahme von Dampf und/oder spezieller Trägergase die Erzeugung von Mikrobläschen auch bei Temperaturen von bis zu 95°C. Damit werden Flotationsverfahren in vielen Bereichen anwendbar, bei denen Emulsionen oder Suspensionen bei erhöhten Temperaturen anfallen, sowie in solchen Bereichen, bei denen eine Emulsionsspaltung oder Koagulation suspendierter Feststoffteilchen erst bei erhöhter Temperatur in zufrieden stellender Weise möglich ist. Häufig kann durch die Anwendung der Heißflotation ein Einsatz von Flockungs- und Entschäumungschemikalien vermieden werden. In der Regel ist das Flotat deutlich kompakter und besser entwässert als bei konventionellen Flotationsverfahren mit niedrigen Temperaturen.

Somit eignet sich die Heißflotation für viele industrielle Bereiche, in denen Prozesswässer ohne Änderung ihrer chemischen Zusammensetzung, lediglich befreit von Schweb- oder Schmierstoffen im Kreis geführt werden sollen, oder für die Behandlung solcher Prozess- und Abwässer, bei denen das Flotat selbst einen Wertstoff darstellt, der in chemisch unveränderter Form gewonnen werden soll. Speziell in Lebens- und Futtermittel verarbeitender Industrie lässt sich durch dieses Verfahren z.B. eine optimale Koagulation von suspendierten Nährstoffen (z.B. Bluteiweiß) in einem Schritt mit der Austragung dieser Stoffe verbinden. Konkrete Anwendungsmöglichkeiten finden sich bei Lebens- und Futtermittel verarbeitender Industrie z.B. in Schlacht- und Fleischbetrieben, in der Fisch verarbeitenden Industrie, Fettschmelzen, Ölmühlen, Milchverarbeitung, Abdeckereien, Blutmehlfabriken, ... . Im Bereich sonstiger Industrien kommen in Frage z.B. Wäschereien, Öl- und Schmierstoffverarbeitung, Tankreinigung, Wasserkreisläufe, in die Kühlschmiermittel gelangen, Herstellung und Verarbeitung von Naturfasern, Prozesswässer der chemischen Industrie, die ohne Änderung ihrer chemischen Zusammensetzung von Schwebstoffen gereinigt werden sollen, ....

ERISTA Systemtechnik bedeutet Denken in Systemen

ERISTA liefert das geeignete Verfahren für die konkrete Anwendung, sei es Flotation oder Heißflotation, sei es Sedimentation, Filtration, Membranfiltration, Reverse Osmosis. – Natürlich gehört dazu die Analytik und gegebenenfalls die geeignete chemische Konditionierung. ERISTA verfügt über für Futtermittel zugelassene Abwasserbehandlungsmittel sowie über Reinigungsmittel, die einfach zusammen mit der Schmutzfracht aus dem Abwasser wieder entfernt werden können. Für die anschließende Behandlung von Flotaten und Filtraten bietet ERISTA die erforderlichen Techniken zur weiteren Aufkonzentrierung bis hin zur vollständigen und schonenden Trocknung auch von pastösen, klebenden oder anbackenden Stoffen, bei denen gewöhnliche Direkt- oder Dampftrocknungsverfahren scheitern.


Download - Heissflotation im Einsatz

Heißflotation - Schaumaustrag (mpg-Format) - heissfloschaumabraumen.mpg [8.542 KB]
Heißflotation - Schaumaustrag (realplayer-Format) - heissfloschaumabraumen.rm [2.663 KB]
Heißflotation - Schaumbildung (mpg-Format) - heissfloschaumbildung.mpg [3.038 KB]
Heißflotation - Schaumbildung (realplayer-Format) - heissfloschaumbildung.rm [945 KB]